TPS weltweit: Neueste Studienergebnisse aus Brasilien

TPS weltweit: Neueste Studienergebnisse aus Brasilien

Mittlerweile steht die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) als nicht-invasive Methode der Hirnstimulation in mehr als 43 Ländern auf der ganzen Welt zur Verfügung. Die Verfügbarkeit der TPS in immer mehr Ländern spiegelt ihre wachsende Bedeutung als mögliche Add-on-Behandlung für Patienten mit Alzheimer-Demenz wider. Die jüngsten Meilensteine in diesem Kontext umfassen die Installation des ersten NEUROLITH®-Systems in der Slowakei sowie die Zulassungen in Thailand und Venezuela. 

Neueste wissenschaftliche Daten aus Brasilien in Bezug auf die Behandlung von Alzheimer-Patienten untermauern nun die potenziellen Anwendungsbereiche und die Sicherheit der Behandlungsmethode. 

TPS-Studie in Brasilien 
Im Rahmen einer kürzlich von einem renommierten Forscherteam um Dr. Gilson Tanaka Shinzato und Dr. Tatiane Assone durchgeführten Studie aus Brasilien mit dem Titel »Non-invasive sound wave brain stimulation with Transcranial Pulse Stimulation (TPS) improves neuropsychiatric symptoms in Alzheimer’s disease« (Nicht-invasive Schallwellen-Hirnstimulation mit transkranieller Pulsstimulation (TPS) verbessert neuropsychiatrische Symptome bei Alzheimer-Demenz) wurden die Auswirkungen der TPS bei Patienten mit Alzheimer-Demenz untersucht. Die Studie wurde am Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation in São Paulo (Brasilien) in Zusammenarbeit mit Prof. Felipe Fregni vom Neuromodulationszentrum der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts (USA), durchgeführt. In die prospektive, einarmige, unverblindete Studie wurden zehn Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz aufgenommen. Über einen Zeitraum von fünf Wochen wurden in 10 Sitzungen insgesamt 6000 TPS-Impulse verabreicht. 

Wichtigste Erkenntnisse 
In der Studie wurde eine Verringerung der neuropsychiatrischen Symptome beobachtet. Dies zeigte sich in einer Score-Abnahme im Neuropsychiatrischen Inventar (NPI) um 23,9 Punkte nach 30 Behandlungstagen sowie 18,9 Punkte nach 90 Behandlungstagen. 

Darüber hinaus wurde – auch wenn statistisch nicht signifikant – ein Trend zur kognitiven Verbesserung festgestellt. Hierbei nahmen die Scores in der Alzheimer's Disease Assessment Scale-Cognitive Subscale (ADAS-Cog) nach 90 Behandlungstagen um 3,6 Punkte ab. 

Den Forschern zufolge deuten diese Ergebnisse auf das Potenzial der TPS für eine Verbesserung der neuropsychiatrischen Symptome sowie der kognitiven Funktionsfähigkeit hin, wodurch eine Begründung für weitere Untersuchungen gegeben ist. 

Diese »vorläufigen« Daten aus Brasilien – nicht im Sinne von Daten in einem frühen Stadium, sondern im Hinblick darauf, dass die Studie die erste ihrer Art in Brasilien war – legen den Grundstein für eine grösser angelegte Studie, bei der insgesamt 50 Patienten aufgenommen und eine Kontrollgruppe eingesetzt werden soll. 

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