Das medizinische Potential der Stosswellen ist noch lange nicht ausgeschöpft

30 Jahre Stosswellen in der Medizin

Tägerwilen/Schweiz, 15. Dezember 2010 – Kleines Jubiläum, grosse Wirkung: Erst 30 Jahre sind vergangen, seit der erste Nierenstein-Patient erfolgreich mit Stosswellen behandelt wurde. Was als Experiment begann, hat sich seitdem zu einer Erfolgsgeschichte in der Medizin entwickelt. Patienten auf der ganzen Welt profitieren von der Behandlung mit Stosswellen. Das Spektrum der Anwendung ist dementsprechend weit: Ärzte setzen Stosswellen heute unter anderem in der Urologie, Orthopädie, Kardiologie, Dermatologie und Veterinärmedizin ein. Neue Forschungsergebnisse in den Bereichen Wundheilung und neurologische Erkrankungen weisen der Stosswelle einen festen Platz in der Behandlung weiterer Krankheitsbilder zu.

(Links: Nierensteinzertrümmerer 1981, Firma Dornier, Mitte: Nierensteinzertrümmerer 2010, Storz Medical, Rechts: Kalkschulter-Behandlung mit fokussiertem Stosswellenhandstück)

Der erste Patient

München, Februar 1980 - Eine Sensation kündigt sich an: Ärzte am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität behandeln zum ersten Mal einen Nierenstein-Patienten mit einer neuen Methode. Sie wollen den Stein nicht mit einem chirurgischen Eingriff entfernen, sondern mit Stosswellen zertrümmern. Das Prinzip dabei: Stosswellen sind energiereiche, hörbare Schallwellen. Sie treten in der Atmosphäre auf, z.B. bei Blitzschlag, oder wenn Flugzeuge die Schallmauer durchbrechen. In der Nierenstein-Zertrümmerung werden Stosswellen mechanisch ausserhalb des Körpers erzeugt und auf den Stein im Körper geleitet. Trifft die Energie der Stosswelle auf den Nierenstein, löst sich dieser in Sandkorn grosse Fragmente auf. Diese werden auf natürlichem Weg aus dem Körper gespült. Das Experiment am Münchner Klinikum gelang: Die neue Methode der ausserhalb des Körpers erzeugten Stosswelle ist ebenso erfolg- wie folgenreich. Kurze Zeit nach der ersten Anwendung wird die sogenannte extrakorporale Stosswellenlithotripsie (ESWL) als Revolution gefeiert. 1984 wird bereits der tausendste Patient behandelt, bis heute sind es mehrere Millionen. Das medizinische Potenzial der Stosswelle entwickelt sich seitdem kontinuierlich.

Schmerzfrei durch Stosswellen

 

Nach den Urologen entdeckten Anfang der 1990er Jahre die Orthopäden und Sportmediziner die vielseitigen Wellen. Sie stellten fest, dass Stosswellen nicht nur zertrümmern, sondern – richtig dosiert – auch Heilungsprozesse in Gang setzen können, wenn sie in schmerzhafte Körperareale eingeleitet werden. Knochen, Muskeln, Sehnenansätze, Schulter oder Ferse: Mit Stosswellen können schmerzhafte Krankheitsbilder wie Tennis- und Golferellenbogen, Kalkschulter, Fersensporn oder auch chronische Nacken- und Schulterschmerzen schonend und schnell behandelt werden. Vom Büroangestellten bis hin zum Spitzensportler werden heute Patienten auf der ganzen Welt mit Stosswellen behandelt, vor allem, wenn konventionelle Therapieansätze versagen. Dem Patienten erspart die Behandlung mit Stosswellen eine Operation und längere Krankenhausaufenthalte.

Neue Entdeckungen

 

 

Durch Zufall entdeckten Dermatologie und ästhetische Medizin die Vorzüge der Stosswelle, in diesen Bereichen als „Akustische Wellentherapie" bekannt. Bei der Behandlung von Sportlerinnen fanden Ärzte heraus, dass die akustischen Wellen eine hautstraffende Wirkung haben und das Bindegewebe stärken. In den letzten Jahren werden mit ihnen daher vermehrt Narben, Schwangerschaftsstreifen und Cellulite mit guten Erfolgen behandelt. Aber auch in der Kardiologie sind die Wellen längst angekommen und werden zur Therapie der refraktären Angina pectoris eingesetzt.

Obwohl in unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten bereits etabliert, werden die Einsatzmöglichkeiten der Stosswelle weiter intensiv erforscht. Dazu Manfred Schulz, Mitarbeiter des Stosswellengeräte-Herstellers Storz Medical: „Neue Studien zeigen beispielsweise gute Ergebnisse im Bereich der Wundheilung und es gibt erste Versuche zur Behandlung von Parkinson. In Zukunft wird noch mit einigen neuen „Stosswelle-Entdeckungen" zu rechnen sein. Das medizinische Potential der Stosswellen ist noch lange nicht ausgeschöpft."

Die 1987 gegründete STORZ MEDICAL AG ist ein Schweizer Unternehmen im Verbund der KARL STORZ Firmengruppe. Sie hat ihren Sitz am Schweizer Bodenseeufer in Tägerwilen. In Zusammenarbeit mit führenden medizinischen Instituten entwickelt das Unternehmen innovative Stosswellensysteme höchster Präzision.

 

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Friday, 28 July 2017
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