ISMST: Führende Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt empfehlen die Stoßwelle zur Behandlung von nicht heilenden Knochenbrüchen (Pseudarthrosen)

Seit nunmehr 15 Jahren wird die Stoßwellentherapie (ESWT) erfolgreich bei der Behandlung von nicht heilenden Knochenbrüchen in speziellen Zentren weltweit eingesetzt (Europa, Asien, Amerika und „off-Label" auch in den USA). Nach intensiver Grundlagenforschung und erfolgreich abgeschlossenen klinischen Studien hat das Exekutivkomitee des 14. Weltkongresses der „International Society for Medical Shockwave Treatment" (ISMST) in Kiel, Deutschland, beschlossen folgende Empfehlung zu veröffentlichen:

»Die extrakorporale Stoßwellentherapie zur Behandlung von nicht heilenden Frakturen der langen Röhrenknochen ist die Therapieoption der ersten Wahl«

 

Wolfgang Schaden, der Wissenschaftssekretär der ISMST: „Die Stoßwellentherapie von Pseudarthrosen ist genauso effektiv wie die aufwendige operative Versorgung. Sie ist aber eine nicht invasive Methode, praktisch komplikationsfrei und für den Patienten unvergleichlich weniger belastend und, was ebenfalls zunehmend von Bedeutung ist: sie spart dem Gesundheitswesen beträchtliche Kosten."

Stoßwellentherapie reduziert die Belastung für Patienten und verkürzt die Rehabilitationszeit

 

Wenn man Stoßwellen anwendet, ist dies meistens ambulant möglich, man vermeidet ausgedehnte, aufwändige operative Verfahren mit großflächiger Freilegung des nicht heilenden Bruches, Entfernung des Narbengewebes mit Fräsen und Meißeln sowie eine Knochenverpflanzung (meist vom Beckenknochen). Auch längere Krankenhausaufenthalte und die häufig mit solchen Operationen verbundenen Komplikationen können vermieden werden: Während in 10 bis 30 Prozent der Fälle nach Operationen mehr oder weniger schwer wiegende Komplikationen auftreten, wurden bei der Stoßwellenbehandlung nur in seltenen Fällen geringfügige Nebenwirkungen - wie oberflächliche Schwellungen, Rötung und Hämatomverfäbungen („blaue Flecken"), die keiner weiteren Behandlung bedürfen - beobachtet. Aufwändige, kostenintensive Behandlungsmethoden mit Wachstumshormonen können ebenfalls vermieden werden.

Die erste randomisiert kontrollierte Studie*, welche das operative Vorgehen bei Pseudarthrosen von langen Röhrenknochen mit der Stoßwellentherapie verglich, und zwar über einem Zeitraum von 15 Jahren, wurde in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift „Journal of Bone & Joint Surgery" (JBJS) veröffentlicht.

1. Stoßwelle und Operation zeigten insgesamt die gleiche Erfolgsrate

2. Die Rehabilitation der Stoßwellenpatienten erfolgte deutlich rascher

3. Die Komplikationsrate war bei den Stoßwellenpatienten signifikant geringer als bei den operierten Patienten

 

Ähnliche Ergebnisse wurden in einer weiteren Studie** nachgewiesen, die ebenfalls im JBJS veröffentlich wurde. John Furia, ein führender amerikanischer Unfallchirurg und Sportmediziner konnte in seiner Studie zeigen, dass bei Hochleistungssportlern und körperlich aktiven Patienten die ESWT von Pseudarthrosen des 5. Mittelfußknochens („Jone´s Fraktur"), der operativen Behandlung ebenbürtig war.

*Extracorporeal shock-wave therapy compared with surgery for hypertrophic long-bone nonunions
A. Cacchio, L. Giordano, O. Colafarina, J. D. Rompe, E. Tavernese, F. Ioppolo, S. Flamini, G.Spacca,and V. Santilli. J Bone Joint Surg Am. 91:2589–97, Nov 2009

**Shock Wave Therapy Compared with Intramedullary Screw Fixation for Nonunion of Proximal Fifth Metatarsal Metaphyseal-Diaphyseal Fractures
John P. Furia, Paul J. Juliano, Allison M. Wade, Wolfgang Schaden and Rainer Mittermayr
J Bone Joint Surg Am. 92:846-854. April 2010

Stoßwellentherapie ist fast komplikationsfrei und reduziert die Kosten um bis zu 70 % 

 

Seit Dezember 1998 wurden fast 3.000 Patienten mit nicht heilenden Knochenbrüchen im AUVA-Unfallkrankenhaus, Wien, Österreich, behandelt. Im August 2000 hat der Oberste Sanitätsrat in Österreich die Stoßwellentherapie für Pseudarthrosen zur Methode der ersten Wahl erklärt. Die Pseudarthrosen von fast 80 % aller Patienten, die aus über 90 Krankenhäusern und Kliniken aus Österreich, benachbarten Staaten und in einigen Fällen auch aus Übersee zugewiesen wurden, konnten erfolgreich mit Stoßwellentherapie behandelt werden. Anhand  systematischer Analysen und Evaluierung der Patientendaten konnte nachgewiesen werden, dass bei vernachlässigbaren Nebenwirkungen (oberflächliche Schwellungen, Rötung und Hämatomverfäbungen ohne klinische Relevanz), die Stoßwellentherapie die Behandlungskosten um fast 70 % verringert hat.

Prof. Ludger Gerdesmeyer, der Präsident der ISMST: „Es ist nicht zu verstehen, dass so viele Patienten mit nicht heilenden Knochenbrüchen, noch immer nicht die Möglichkeit bekommen, mittels Stoßwellentherapie behandelt zu werden. Immer noch werden hunderte von Millionen Euro in Europa verschwendet, weil die Stoßwellentherapie nicht ausreichend eingesetzt wird.“
Kiel, Juni 2011

 

 

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