Wenn Sie am chronischen Beckenschmerzsyndrom (CPPS) leiden, sind Sie kein Ausnahmefall − Millionen von Männern am häufigsten im Alter zwischen 35 und 45 Jahren sind davon betroffen. Die gute Nachricht: Je nach Ursache stehen heute verschiedene therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung.
Eine bewährte Methode zur Behandlung ist die Extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT). Hierfür wird die Prostata und der Beckenboden von aussen mit Stosswellen behandelt. Die Therapie ist einfach, unkompliziert, jederzeit wiederholbar und weitgehend frei von Nebenwirkungen, was Untersuchungen zeigten.1,2
Beckenschmerzsyndrom (CPPS)
Das chronische Beckenschmerzsyndrom (CPPS) bzw. die chronische abakterielle Prostatitis ist durch Schmerzen im Bereich des Beckenbodens gekennzeichnet. Weitere Symptome sind Blasenentleerungsstörungen (Miktionsbeschwerden) ohne Nachweis eines Harnwegsinfekts. Bei einem Teil der Patienten besteht auch eine erektile Dysfunktion.
Bis jetzt sind die Gründe, die zur Entwicklung der Erkrankung führen, nicht genau bekannt. Möglicherweise spielen frühere Prostata-Entzündungen eine Rolle. Die Prostata erscheint wesentlich an der Erkrankung beteiligt zu sein, ebenso benachbarte Organe, Nerven und Muskeln.
Bevor Ihr Arzt ein Beckenschmerzsyndrom behandelt, muss er alle anderen möglichen Diagnosen, die zu ähnlichen Beschwerden führen könnten, ausschliessen.
Die Behandlung von CPPS
Bei der Durchführung der Extrakorporalen Stosswellentherapie (ESWT) werden die Prostata und der Beckenboden mit Stosswellen behandelt. In einer 2009 durchgeführten Studie3 zeigte sich bei allen Patienten nach erfolgter ESWT eine statistisch signifikante Verbesserung der Schmerzen, der Lebensqualität und der Miktionsbedingungen im Vergleich zur Placebo-Gruppe.
Eine weitere Studie2 zeigte, dass die ESWT eine sichere und temporär wirksame Behandlung des CPPS ist.
Eine Behandlung dauert in der Regel etwa 15 Minuten. Durchschnittlich sind je nach Schweregrad und Ansprechen auf die Therapie zwischen 4 und 8 Sitzungen erforderlich.

Quellen
1Extracorporeal shock wave therapy (ESWT) in urology: a systematic review of outcome in Peyronie's disease, erectile dysfunction and chronic pelvic pain.
Fojecki, GL; Tiessen, S; Osther, PJ.
World J Urol. 2017 Jan;35(1):1-9.
PMID: 27108421 [Indexed for MEDLINE]
2Efficacy of extracorporeal shock wave therapy for the treatment of chronic pelvic pain syndrome: a randomized, controlled trial.
Vahdatpour, B; Alizadeh, F; Moayednia, A; Emadi, M; Khorami, MH; Haghdani, S.
ISRN Urol. 2013 Aug 28;2013:972601.
PMID: 24000311 [Indexed for MEDLINE]
3Extracorporeal shock wave therapy for the treatment of chronic pelvic pain syndrome in males: a randomised, double-blind, placebo-controlled study.
Zimmermann, R; Cumpanas, A; Miclea, F; Janetschek, G.
Eur Urol. 2009 Sep;56(3):418-24.
PMID: 19372000 [Indexed for MEDLINE]