Wenn Sie an einer erektilen Dysfunktion leiden, sind Sie kein Ausnahmefall – Millionen von Männern sind davon betroffen. Die gute Nachricht: Je nach Ursache stehen heute wirksame therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung.
Zu den häufigsten Ursachen einer erektilen Dysfunktion zählen Gefässerkrankungen. Eine relativ neue und innovative Methode zur Behandlung einer gefässbedingten erektilen Dysfunktion ist die Extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT). Sie verursacht keine Schmerzen und eine Verbesserung der Erektionsfähigkeit ist oft schon nach einigen Wochen spürbar.
Erektile Dysfunktion
Die erektile Dysfunktion ist eine weit verbreitete Sexualstörung. Betroffene Männer können über einen längeren Zeitraum hinweg trotz sexueller Erregung keine ausreichende Erektion aufbauen oder erhalten. Erektionsstörungen können die Lebensqualität von Betroffenen und deren Partnern deutlich vermindern.
Ursachen und Therapie
Die Erkrankung kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben. Eine besonders häufige Ursache ist die mangelnde Durchblutung des Penis – die Blutmenge in den Schwellkörpern reicht nicht mehr für eine befriedigende Erektion aus. Man spricht dann von einer vaskulären bzw. gefässbedingten erektilen Dysfunktion.
Im Rahmen der Therapie kommen oft Medikamente zum Einsatz. Nicht selten erzielen diese jedoch nicht die erwünschte Wirkung. Eine Alternative ist die sogenannte extrakorporale Stosswellentherapie, kurz ESWT.
Stosswellentherapie bei erektiler Dysfunktion
Seit dem Jahr 2010 wird die extrakorporale Stosswellentherapie auch zur Behandlung der vaskulären erektilen Dysfunktion eingesetzt. Dabei werden Stosswellen mit niedrig dosierter Intensität auf verschiedene Punkte im Penis abgegeben. Die Behandlung ist unkompliziert, eine Betäubung nicht notwendig.
Verbesserung der Durchblutung
Die Therapie verursacht einen Reiz im Gewebe, durch den die Bildung neuer Blutgefässe im Schwellkörper stimuliert wird. Dies führt zu einer besseren Durchblutung des Penis, wodurch es zu einer Verbesserung der Erektionsfähigkeit kommen kann.
Eine Behandlung dauert in der Regel etwa 15 Minuten. Durchschnittlich sind je nach Schweregrad und Ansprechen auf die Therapie zwischen 6 und 10 Therapiesitzungen erforderlich.
Erektile Dysfunktion – Was Partner:innen wissen müssen
Unter einer erektilen Dysfunktion (ED) leiden in der Regel nicht nur die betroffenen Männer, sondern auch ihre Partner:innen. Die Erektionsstörung kann eine Beziehung stark belasten. Intimitäten werden vermieden, Sex wird zum Tabuthema. Schweigen ist in einer solchen Situation keine gute Lösung – im Gegenteil. Auch wenn es vielleicht Überwindung kostet: Ein offenes Gespräch über die Erektionsprobleme hilft und räumt Missverständnisse aus.
Ist der erste Schritt einmal gemacht, kann man gemeinsam überlegen, was jetzt zu tun ist. Wichtig: Ihr Mann bzw. Lebenspartner sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen abzuklären, denn eine erektile Dysfunktion ist oft Folge einer anderen Erkrankung. Ermutigen Sie ihn dazu und unterstützen Sie ihn dabei. In vielen Fällen ist eine erektile Dysfunktion heute behandelbar. Abhängig von den Ursachen stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung.