Wenn Sie an einer Induratio penis plastica/Peyronie-Krankheit leiden, sind Sie kein Ausnahme-fall – Millionen von Männern sind davon betroffen. Die gute Nachricht: Je nach Ursache stehen heute verschiedene therapeutische Möglichkeiten zur Verringerung des Schmerzes zur Verfügung.

Eine bewährte Methode zur Behandlung ist die Extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT). Hierfür werden Stosswellen von aussen auf den Schmerzpunkt appliziert. 

Induratio penis plastica 

Bei der auch als Peyronie-Krankheit bezeichneten Induratio penis plastica (IPP) handelt es sich um eine erworbene und in der Regel progressive Erkrankung des Penis. Die Mehrheit der betroffenen Männer stellt die Krankheit durch Ertasten von verdickten Knoten (so genannten Plaques) unter der Penishaut fest. Mit fortschreitender Krankheit können Schmerzen im erigierten oder nicht erigierten Zustand des Penis auftreten. Ferner kommt es bei einer Erektion zu einer Penisverkrümmung, die den Geschlechtsverkehr schwierig oder gar unmöglich macht. 

Ursachen 

Derzeit wird angenommen, dass unter bestimmten Voraussetzungen übermässige Ablagerungen von Bindegewebe in der normalerweise sehr elastischen Hülle der Penis-Schwellkörper entstehen können. Durch die übermässige Ansammlung in der Schwellkörperhülle bilden sich Bindegewebs-Plaques. 

Stosswellentherapie bei IPP 

Bei der Behandlung der IPP werden extrakorporale Stosswellen auf die Schmerzpunkte im Penis appliziert. In einer Pilotstudie1 wurde der Penis im nicht erigierten Zustand einmal wöchentlich über eine Dauer von fünf Wochen mit Stosswellen behandelt. Dies führte zu einer Reduzierung des Schmerzes bei der Erektion.

Weitere Studien2,3 zur IPP zeigten ebenso positive Ergebnisse in Bezug auf die Linderung des penilen Schmerzes.

Eine Behandlung dauert in der Regel etwa 20 Minuten. Durchschnittlich sind je nach Schweregrad und Ansprechen auf die Therapie zwischen 2 und 8 Sitzungen erforderlich. 

Nicht-invasive ESWT bei IPP: Effektive Schmerzreduktion bei Peyronie-Krankheit in wenigen Sitzungen.

Quellen

1Michel, M. S.; Ptaschnyk, T.; Musial, A.; Braun, P.; Lenz, S. T.; Alken, P.; Köhrmann, K. U.: Objective and subjective changes in patients with Peyronie‘s disease after management with shockwave therapy, Journal of endourology, Mary Ann Liebert, Inc., 2003, 17, 41-44.
2Palmieri, A.; Imbimbo, C.; Longo, N.; Fusco, F.; Verze, P.; Mangiapia, F.; Creta, M.; Mirone, V.: A first prospective, randomized, double-blind, placebocontrolled clinical trial evaluating extracorporeal shock wave therapy for the treatment of Peyronie’s disease. European Urology, Elsevier, 2009, 56(2), 363-370.
3Hatzichristodoulou, G.; Meisner, C.; Gschwend J. E.; Stenzl A.; Lahme S.: Extracorporeal shock wave therapy in Peyronie’s disease: results of a placebo-controlled, prospective, randomized, single-blind study. The Journal of Sexual Medicine, Elsevier, 2013, 10(11), 2815-21.