So hat der MASTERPULS® icon meine tägliche Praxis verändert - Ein Interview mit Paul Hobrough

So hat der MASTERPULS® icon meine tägliche Praxis verändert - Ein Interview mit Paul Hobrough

Paul Hobrough arbeitet seit vielen Jahren mit fokussierten und radialen Stosswellensystemen im Spitzensport und in der komplexen muskuloskelettalen Praxis. Er unterrichtet international, betreut Kliniker auf der ganzen Welt und gehörte zu den Ersten, die das neue MASTERPULS® icon System in der klinischen Praxis eingesetzt haben.

Das folgende Gespräch spiegelt seine direkten klinischen Erfahrungen bei der täglichen Anwendung des Geräts wider.

Sie waren einer der ersten Kliniker, die den neuen MASTERPULS® icon erhalten haben. Was war Ihr erster Eindruck?

Ja, ich hatte das Glück, eines der ersten Geräte zu erhalten. Daher sah ich es als meine Pflicht an, es gründlich unter realen klinischen Bedingungen zu testen.

Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass etwas anders war. Nicht nur, was die Optik betrifft – ich finde das Gerät überaus ansprechend –, sondern auch in Bezug auf das Verhalten der Energie im Gewebe. Im Laufe der Jahre entwickelt man bei der Arbeit mit Stosswellen ein Gespür für die Übertragung und Steuerung. Der MASTERPULS® icon liess sich bewusster und präziser bedienen.

Das ist wichtig, wenn Stosswellen im Mittelpunkt der Behandlungsphilosophie stehen.

Wie hat sich Ihre tägliche klinische Arbeit seit der Einführung des MASTERPULS® icon verändert?

Die Effizienz hat sich verbessert, jedoch nicht auf überstürzte Art und Weise, sondern eher allmählich. Ich kann die therapeutische Impulszahl schneller erreichen und meiner Meinung nach vertragen die Patienten die höheren Frequenzen weitaus besser als bei den bislang eingesetzten Systemen.

Der entscheidende Unterschied ist, dass ich nun sinnvoll dosierte Stosswellen verabreichen kann, ohne dass die Behandlung zu aggressiv wirkt. Das verändert die gesamte Dynamik der Behandlung. Ich muss mich nicht um Beschwerden kümmern, sondern kann mich auf die Gewebereaktion konzentrieren.

In meinem umfassenderen Ansatz der regenerativen Therapie spielt die intelligente Dosierung die ausschlaggebende Rolle. Es geht nicht darum, mehr Energie zu verabreichen, sondern sie richtig dosiert und kontrolliert abzugeben. Der MASTERPULS® icon unterstützt diesen Ansatz sehr gut.

Warum vertragen die Patienten Ihrer Meinung nach höhere Intensitäten besser?

Selten liegt das nur an einem einzelnen Faktor. Es ist das Zusammenspiel von Parameterbereich, Verfeinerung der Applikatoren und Konsistenz der Energieübertragung.

Die Patienten sagen, dass sich die Behandlung tiefergehend, aber gleichzeitig sanfter anfühlt. Es gibt weniger oberflächliche Reizungen. Diese Verfeinerung wird besonders schnell deutlich bei dichtem myofaszialem Gewebe, Triggerpunkten oder bestimmten Erkrankungen wie der Dupuytren-Kontraktur.

Bei der Behandlung einer grossen Anzahl von Patienten mit unterschiedlichen Indikationen fallen einem solche Feinheiten auf.

Wir haben einen neuen Quick-Lock-Mechanismus eingeführt, um den Applikatorwechsel während der Behandlungssitzungen zu vereinfachen. Warum ist das wichtig?

Weil es das Verhalten verändert.

Bei älteren Systemen führt ein Wechsel der Applikatoren zu einer Unterbrechung des Behandlungsablaufs, sodass er seltener durchgeführt wird. Dadurch werden die Möglichkeiten zur individuellen Behandlung eingeschränkt.

Mit dem Quick-Lock-System dauert der Wechsel hingegen nur wenige Sekunden und erfolgt quasi nahtlos. Je nach Gewebetiefe und -dichte wechsle ich in einer Sitzung nun mehrmals den Applikator. Dadurch sind meine Behandlungen präziser geworden.

Stosswellen sollten nicht generisch sein, sondern in Echtzeit auf die individuelle Situation abgestimmt werden. Mit dieser Funktion ist dies tatsächlich möglich.

Wie unterscheidet sich das Handstück »Endurance« von dem, das Sie zuvor verwendet haben?

Ergonomie ist wichtiger, als man denkt. Den ganzen Tag über habe ich es mit häufig komplexen Fällen zu tun und unterrichte auch international. Ich halte das Handstück wie einen Stift und finde die Balance genau richtig. Mit ihm kann ich stundenlang arbeiten, ohne dass dabei mein Unterarm ermüdet.

Dank des integrierten visuellen Feedbacks auf dem Display muss ich nicht ständig auf die Konsole schauen, sondern kann den Blickkontakt zum Patienten halten. Das verbessert den Arbeitsablauf und die Präsenz – ein Aspekt, der in der klinischen Praxis häufig unterschätzt wird.

Welche Rolle spielt der hochfrequente Burst Mode bei Ihren Behandlungen?

Zweifellos eine bedeutende.

Eine höhere Frequenz ermöglicht eine dichte Impulsabgabe mit besserer Verträglichkeit bei den meisten meiner Patienten. Aus neurophysiologischer Sicht beeinflusst eine schnelle Impulsabgabe die Wahrnehmung nozizeptiver Reize. In einfachen Worten: Die Patienten reagieren weniger stark, während ich sie weiterhin mit einem therapeutisch sinnvollen Impuls behandle.

Das ermöglicht eine konsistentere Dosierung über alle Sitzungen hinweg, was letztendlich zu besseren Ergebnissen führen kann.

Wie verwenden Sie den V-ACTOR in Kombination mit Stosswellen?

Häufig kurz zu Beginn der Behandlung. Etwa 30 Sekunden können ausreichen, um die oberflächliche Empfindlichkeit zu dämpfen und das Gewebe für weitere Schritte vorzubereiten.

Diese kurze Vorbereitungsphase verbessert die Qualität der anschliessenden Stosswellensitzung, was effizient und klinisch sinnvoll ist. Ich betrachte ihn als Teil eines integrierten regenerativen Ansatzes und weniger als separates Instrument.

Hat sich Ihr gesamter Arbeitsablauf verändert?

Ja, er ist übersichtlicher geworden.

Die Benutzeroberfläche, die Anzeige der Impulszahl und das strukturierte Feedback helfen mir dabei, bei der Dosierung präzise zu bleiben. Wenn man Protokolle verfeinert, Kliniker weltweit betreut und international über Standards in der Stosswellentherapie referiert, ist Konsistenz unabdingbar.

Kleine Verbesserungen im Arbeitsablauf summieren sich mit der Zeit zu bedeutenden klinischen Fortschritten.

Welches Feedback erhalten Sie von Ihren Patienten?

Die Rückmeldungen sind häufig ähnlich. Sie empfinden die Behandlung als tiefergehender, sanfter und kontrollierter.

Einige Patienten berichten, dass sie die Fortschritte früher bemerken als bei früheren Behandlungen. Selbstverständlich hängen die Ergebnisse von zahlreichen Variablen ab. Wenn das Feedback verschiedener Patientengruppen jedoch durchgehend konsistent ist, nimmt man das auf jeden Fall zur Kenntnis.

Das ist für mich die eigentliche Bewährungsprobe: die tägliche klinische Realität.

Wie lautet Ihr Gesamturteil zum MASTERPULS® icon?

Für mich ist dies nicht bloss ein weiteres Gerät. Es stellt einen wesentlichen Fortschritt bei der Abgabe radialer Stosswellen dar.

Ich habe über mehrere Technologiegenerationen hinweg mit Stosswellentherapie gearbeitet. Es war wichtig, bereits früh an diesem System mitzuarbeiten und klinisches Feedback zu seiner Entwicklung beizusteuern. Wenn wir weltweit höhere Standards erreichen wollen, müssen erfahrene Kliniker bei der Entwicklung der von uns verwendeten Geräte und Instrumente mitwirken.

Der MASTERPULS® icon entspricht meiner Vorstellung von der Zukunft der regenerativen Therapie: höhere Präzision, intelligentere Dosierung, bessere Verträglichkeit für Patienten sowie stärkere Integration in die moderne muskuloskelettale Behandlung.

Und ja, auch die Optik gefällt mir sehr gut. Das Gerät sieht modern, professionell und durchdacht aus. Das passt zu dem von mir geschaffenen klinischen Umfeld und zur Ausrichtung, die ich international vorantreibe.

Technologie sollte genauso fortschrittlich sein wie die Denkweise, die dahintersteckt. Genau das ist hier der Fall.

Herzlichen Dank, dass Sie Ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben.

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