Sportmedizin im Einsatz – mit den deutschen Freestyle-Snowboardern bei den Winterspielen
Zwischen Halfpipe und Hotelzimmer: Sportmedizin im Wettkampfmodus
Internationale Wintersport-Grossereignisse sind ein Ausnahmezustand – für Athleten ebenso wie für das medizinische Team. Mitten im Geschehen: Dr. Sebastian Sinz, Sportmediziner und Mannschaftsarzt der deutschen Freestyle-Snowboarder. Mit dabei in Livigno: der MASTERPULS® R-SW100, MASTERPULS® icon, DUOLITH® SD1 T-TOP »ultra« und MAGNETOLITH® ultra+.
Für den Wasserburger Orthopäden ist die Arbeit rund um solche Events weit mehr als reine medizinische Betreuung. »Das Besondere ist die Verbindung von Medizin mit Sport, verschiedenen Ländern und Menschen«, sagt er rückblickend. Wenn Athleten aus aller Welt zusammenkommen, entsteht eine Atmosphäre, die weit über den sportlichen Wettbewerb hinausgeht.
Sportmedizin als Teil der Performance-Strategie
Moderne Sportmedizin ist heute ein fester Bestandteil der Leistungsentwicklung im Spitzensport. Sie agiert nicht nur reaktiv bei Verletzungen, sondern strategisch – zwischen Prävention, akuter Intervention und langfristiger struktureller Verbesserung.
Bereits in der unmittelbaren Vorbereitungsphase der Athleten, unter anderem in Laax und Cervinia, kamen MASTERPULS® R-SW100 und MAGNETOLITH® ultra+ zum Einsatz. Die frühzeitige Integration in Trainings- und Wettkampfplanung half dabei, muskuläre Dysbalancen, fasziale Spannungen und Überlastungsreaktionen gezielt zu behandeln.
Warum die Schulter im Freestyle besonders gefordert ist
Freestyle-Snowboarder bewegen sich konstant im Grenzbereich des physisch Machbaren. Sprünge über sieben Meter hohe Schanzen, Höhenunterschiede von bis zu zwölf Metern und harte Landungen erzeugen enorme Scher-, Torsions- und Kompressionskräfte.
Besonders belastet sind dabei Strukturen, die bei der Abduktion stabilisieren und Bewegungen kontrolliert abbremsen. Durch die wiederholten Landungen – häufig auf dem Landing Air Bag – kann es zu einer exzentrischen Überlastung des M. coracobrachialis kommen. Dieser Muskel spielt eine zentrale Rolle für die anteriore Stabilität der Schulter.
Ist er dauerhaft überlastet, entsteht eine dynamische Enge im vorderen Schultergelenk. Die Abduktion wird eingeschränkt, ein muskuläres Impingement kann entstehen. Für Athleten bedeutet das weniger Bewegungsfreiheit, schneller auftretende Reizzustände und damit genau dann Leistungseinbussen, wenn Konstanz und Progression gefragt sind.



Halfpipe-Athlet Christoph Lechner wird zur schnellen Regeneration nach dem Training an Schulter, und beidseitig am Hüftbeuger und an der Patellasehne behandelt
Medizin rund um die Uhr
Grossereignisse kennen keine Sprechzeiten. Die medizinische Betreuung beginnt lange vor dem ersten Start und endet oft erst spät am Abend.
»Rund um die Uhr auf Abruf« ist im Spitzensport keine Floskel, sondern Alltag. »Das Entscheidende ist nicht nur, was behandelt wird – sondern auch wann und wo«, erklärt Dr. Sinz.
Die Behandlungen finden dort statt, wo sie gerade gebraucht werden: in der Athlete-Zone, direkt nach dem Training, im Hotelzimmer oder zwischen zwei Sessions am Berg.

Medizinische Ausstattung im Hotelzimmer: DUOLITH® SD1 T-TOP »ultra«, MAGNETOLITH® ultra+, MASTERPULS® icon und MASTERPULS® R-SW100
Behandlung von Big Air-Athletin Annika Morgan nach dem Training am Abend mit dem mobilen MASTERPULS® R-SW100 in der Athlete-Zone
Mobile Therapie mitten im Trainingsalltag
Gerade hier spielt Mobilität eine zentrale Rolle. Der MASTERPULS® R-SW100 ermöglicht eine unmittelbare und wirksame Intervention mitten im Trainingsblock – ohne Umwege, ohne Zeitverlust.
Das Gerät ist leicht zu transportieren, schnell einsatzbereit und leistungsstark in der Energieabgabe. Damit eignet es sich ideal für Weltcups, Trainingslager und Wettkampfphasen, in denen jede Minute zählt.
»In solchen Wettkampfphasen treffen maximale Belastung, kurze Regenerationsfenster und hohe mentale Anspannung aufeinander«, fasst Sebastian Sinz zusammen.
Die Unterstützung durch die ESWT- und EMTT-Technologien von STORZ MEDICAL – von der Vorbereitung bis zur täglichen Arbeit in Livigno – sei dabei ein wichtiger Baustein für eine professionelle Betreuung auf höchstem Niveau gewesen.